Elektroautos in Dortmund fahren mit Sonnenstrom

Photovoltaikanlage mit Speicher- und Ladesystem in Betrieb
Photovoltaikanlage mit Speicher- und Ladesystem wird in Dortmund in Betrieb genommen Bild: RWE

Photovoltaikanlage speist große städtische Elektroauto-Flotte

Dortmunds E-Flotte fährt ab heute mit lokal erzeugtem Sonnenstrom. Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Dr. Arndt Neuhaus, Vorstandsvorsitzender der RWE Deutschland AG, nahmen heute gemeinsam mit Dirk Inger, dem zuständigen Leiter für Klima- und Umweltschutzpolitik sowie für Elektromobilität im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, die neue Fassaden-Photovoltaikanlage am Firmensitz der RWE Effizienz GmbH in Betrieb. Die Anlage ist mit einem intelligenten Speicher- und Ladesystem verknüpft und produziert knapp 40.000 Kilowattstunden (kWh) Strom im Jahr. Dies reicht für über 250.000 emissionsfreie Kilometer der elektrischen ‚metropol-E‘-Flotte. 12 Elektrofahrzeuge sind bei ‚metropol-E‘, dem von der Bundesregierung ausgezeichneten Leuchtturmprojekt für Elektromobilität, im Einsatz. Projektpartner sind die Stadt Dortmund, RWE Effizienz und weitere Partner.

 

 

Eine Mikrowindturbine am Standort liefert in Kürze noch mehr Ökoenergie.

 

 

„Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft gehen wir die Herausforderungen der Energiewende strategisch an und rücken das Thema in die Mitte der Gesellschaft. ‚metropol-E‘ ist ein wichtiger Baustein unserer Strategie und liefert Erkenntnisse für eine emissionsfreie, nachhaltige Mobilität in unseren Städten“, sagt Ullrich Sierau.

 

 

„Die Energiewende boomt und mit ihr die Einspeisung von Wind- und Sonnenstrom. Die Bedeutung intelligenter Netze steigt im gleichen Maße“, so Dr. Arndt Neuhaus. „Smarte Ladevorgänge wie hier am Flamingoweg nutzen Ökostrom genau an der Stelle der Erzeugung. So verändern wir die Mobilität nachhaltig.“

 

„Elektromobilität bietet die Chance, die Abhängigkeit vom Erdöl zu reduzieren, Emissionen zu minimieren und die Fahrzeuge besser in ein multimodales Verkehrssystem zu integrieren“, sagt Dirk Inger vom Bundesverkehrsministerium.

„Im Förderprojekt ‚metropol-E‘ setzt die Stadt Dortmund dies gemeinsam mit RWE Effizienz und den Projektpartner auf allen Ebenen erfolgreich um. Die Forschungs- und Entwicklungsergebnisse aus dem Projekt werden helfen, Deutschland weiter als Leitanbieter für Elektromobilität zu positionieren.“

 

 

Das technische System

 

Die Photovoltaikanlage, die sich über acht Etagen der Fassade des RWE Gebäudes erstreckt, verfügt über eine Leistung von 42 kWp und ist mit einem Batteriespeichersystem von 200 kWh Speicherkapazität im Keller des Firmengebäudes verbunden. Die Steuerung der Energieflüsse übernimmt ein für ‚metropol-E‘ konzipiertes und programmiertes Energiemanagement-System. So laden Flottenfahrzeuge tagsüber die Fahrzeugbatterie mit Sonnenstrom. Rechnerisch kann auch eine Flotte von bis zu zehn E-Fahrzeugen während der Nachtstunden geladen werden. Die hohe Leistung des Speichersystems von bis zu 50 kW ermöglicht gleichfalls die Ladung von E-Fahrzeugen an der Gleichstrom-Schnellladestation auf dem RWE-Firmengelände. Mit dieser Schnellladetechnik werden dafür ausgelegte Fahrzeuge wie ein Nissan Leaf in 30 min fast vollständig aufgeladen. Die Photovoltaikanlage der RWE Effizienz ist die erste von insgesamt vier dezentralen Wind- und Solaranlagen, die im Projekt ‚metropol-E‘ über das einheitliche IT-Backend gesteuert werden.

 

 

RWE ist führender Betreiber von intelligenter Ladeinfrastruktur in Deutschland.

Über 1.500 smarte Ladepunkte sind miteinander vernetzt, in Dortmund sind heute bereits 113 Ladepunkte von RWE und Partnern im Verbund aktiv. 38 Ladepunkte davon wurden im Projekt ‚metropol-E‘ aufgebaut, bis Jahresende wird die Zahl auf 56 steigen. Die Auswertung der Ergebnisse wird voraussichtlich im Sommer 2014 veröffentlicht.

 

Über metropol-E

 

‚metropol-E‘ entwickelt und testet erstmals ein Lade- und Flottenmanagementsystem für den Einsatz von Elektrofahrzeugen in einer kommunalen Flotte. Erneuerbare Energien werden gezielt für die Mobilität genutzt. Das Projektkonsortium, bestehend aus der Stadt Dortmund, den Technischen Universitäten Dortmund und Berlin sowie den Verkehrsexperten der PTV AG, den IT-Projektkoordinatoren Ewald Consulting GmbH & Co. KG und Konsortialführerin RWE Effizienz GmbH, testet den Betrieb einer E-Flotte von zehn Elektrofahrzeugen und zehn Pedelecs im Einsatz bei der Stadt sowie zwei Elektrofahrzeugen im Einsatz bei Unternehmen.

 

Im Projekt wird die Ladeinfrastruktur in Dortmund ausgebaut, auch Schnellladetechniken werden erprobt und nutzerfreundliche Services entwickelt. Das Vorhaben wird im Rahmen der Modellregionen Elektromobilität des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) gefördert. Koordiniert werden die Modellregionen Elektromobilität von der NOW Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Das Projekt startete im Januar 2012 und hat eine Laufzeit von zweieinhalb Jahren.

 

*Foto:  

Für die Dortmunder Elektroflotte nehmen (v.l.) Dr. Arndt Neuhaus, Vorstandsvorsitzender der RWE Deutschland AG, Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Dr. Norbert Verweyen, Geschäftsführer der RWE Effizienz GmbH und Dirk Inger, Leiter für Klima- und Umweltschutzpolitik sowie für Elektromobilität im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung die Photovoltaikanlage mit Speicher- und Ladesystem in Betrieb ; Quelle: RWE