Elektrolieferwagen im dreiwöchigen Feldversuch

NISSAN Elektrotransporter e-NV200
Der E-Transporter e-NV200 im Test Foto: NISSAN

Nissan und DHL Japan haben im Zentrum der japanischen Hauptstadt Tokio einen Feldversuch mit dem rein elektrisch angetriebenen Transporter e-NV200 gestartet. Dazu hat Nissan dem Logistikunternehmen für rund drei Wochen einen seriennahen Prototypen des e-NV200 zur Verfügung gestellt. Er soll im Geschäftsviertel Marunouchi - gelegen im Bezirk Chiyoda zwischen dem Bahnhof Tokio und dem Kaiserpalast - im Paket-Zustelldienst für Firmen und Geschäftskunden Praxiserfahrungen sammeln. Die von Fahrern und Flottenbetreibern übermittelten Rückmeldungen geben Nissan wertvolle Hinweise zur Optimierung der Produktionsfahrzeuge. 

 

Die Investitionen in alternative Antriebe und die Verringerung des CO2-Ausstoßes sind Teil des konzernweiten Go Green-Programms der Deutsche Post DHL.

 

Es beinhaltet ein konkretes Effizienzziel - die Verringerung der CO2-Emissionen bis 2020 in Bezug auf das Basisjahr 2007 um 30 Prozent. Zero-Emission-Fahrzeuge wie der Nissan e-NV200 sind dafür prädestiniert, diese Ziele auch umzusetzen. Denn gerade in dicht besiedelten Regionen und verkehrsgeplagten Innenstädten spielen sie ihre Stärken optimal aus. Als erstes Logistik-Unternehmen hat DHL unter dem Namen DHL Go Green auch in Deutschland einen kohlenstoff-neutralen Zustelldienst eingeführt.

 

Für Bonn und dessen Umland plant die Deutsche Post DHL, künftig komplett auf Elektrofahrzeuge umzusteigen.

 

Ein im Mai vorgestelltes Pilotprojekt sieht vor, bis Ende des laufenden Jahres 79 und bis 2016 insgesamt 141 E-Fahrzeuge einzusetzen, die dann jährlich über 500 Tonnen CO2 einsparen sollen.

NISSAN e-NV200 Foto: NISSAN
NISSAN e-NV200 Foto: NISSAN

Genauso plant auch DHL Japan seine Fahrzeugflotte künftig verstärkt mit elektrischen Transportfahrzeugen auszustatten. Für Nissan ist der Feldversuch mit DHL Japan nicht der erste seiner Art - er folgt auf ähnliche Tests mit British Gas, der Japan Post Co., AEON Retail und der Stadt Saitama. Das Ziel jedoch war überall gleich: zu verstehen, wie sich die Fahrzeuge im täglichen Praxisbetrieb konkret bewährten. Bislang hat der e-NV200 allerorten viel Lob für seinen geräuschlosen, komplett abgasfreien und komfortablen Betrieb erhalten - ergänzt um eine positive Resonanz auf das großzügige Platzangebot und Stauvolumen. 

 

Der zu 100 Prozent elektrisch angetriebene e-NV200 tritt im kommenden Jahr in die Fußstapfen des vielfach preisgekrönten Nissan Leaf.

Dann startet im Werk Barcelona die Produktion mit einem geplanten Jahresvolumen von 20.000 Einheiten. Der neue e-NV200 bietet auf der Platz sparenden Elektrik-Plattform des Leaf das identische Ladevolumen sowie die gleiche Vielseitigkeit und Praxisfreundlichkeit wie das Modell mit konventionellem Antrieb. Dank der bewährten Antriebstechnik aus dem Leaf beschleunigt er im Stil eines Elektrofahrzeugs aus dem Stand linear und verzögerungsfrei. Die Ausstattung mit fortschrittlichen Telematik-Systemen und die Möglichkeit, die gespeicherte Energie auch zum Antrieb von Elektrowerkzeugen oder anderen externen Geräten nutzen zu können, sind weitere Anreize für kommerzielle Nutzer. Dazu kommen die niedrigen Betriebskosten und die Warenauslieferung in sonst für Autos gesperrten Zonen und sogar innerhalb von Einkaufszentren - und zwar rund um die Uhr.   

 

Als Vorreiter bei der Elektromobilität beteiligt sich Nissan neben der Produktion von Fahrzeugen und Lithium-Ionen-Batterien auch am Aufbau einer Ladeinfrastruktur, an der Bereitstellung von Schnellladesystemen und am Recycling gebrauchter Batterien. Die Renault-Nissan-Allianz pflegt weltweit über 100 Partnerschaften und Kooperationen mit nationalen und lokalen Regierungen, Kommunen sowie an nachhaltigen Mobilitätslösungen interessierten Unternehmen.