Schnellladestation an der BMW Welt in Betrieb genommen

Im Rahmen des Schaufensters Bayern – Sachsen ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET wurde heute an der BMW Welt eine DC-Schnellladestation in Betrieb genommen
DC-Schnellladestation in Betrieb genommen. Harald Krüger, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Produktion, und der Bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil gaben gemeinsam mit 7 weiteren Projektpartnern den Startschuss Foto: BMW AG

Mit der neuen Schnellladestation entsteht ein Knotenpunkt für elektromobile Fahrten an der BMW Welt in München. Im Rahmen eines Förderprojekts im bayerisch-sächsischen Schaufenster „ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET“ haben die Projektpartner von ABB, BMW Group, Deutscher Bahn, EIGHT, RWE, der Universität Bamberg, der Universität der Bundeswehr München und der Technischen Universität Dresden heute die neue Ladestation in Betrieb genommen. 

 

Zur feierlichen Eröffnung begrüßte Harald Krüger, Produktionsvorstand der BMW Group, den Bayerischen Wirtschaftsminister Martin Zeil, Dr. Veit Steinle vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und Prof. Klaffke von der Bayern Innovativ GmbH.

 

 

 

Dabei führte Krüger auch gleich eindrucksvoll vor, wie schnell der Ladevorgang mit einem entsprechend ausgerüsteten Fahrzeug abläuft. Er fuhr in einem Vorserienfahrzeug des BMW i3 mit fast leerer Batterie vor und schloss sein Fahrzeug an die Schnellladesäule an. Mit der neuen Ladetechnik kann es in weniger als einer halben Stunde zu 80 % geladen werden – das entspricht einem Reichweitengewinn von bis zu 130 km. 

 

Unmittelbar an der Touristenattraktion Nr. 1 in Bayern sind die Voraussetzungen hervorragend, viele Interessierte und potenzielle Nutzer von Elektrofahrzeugen anzusprechen und zu begeistern. Mit einem eigens für den Standort entwickelten hochmodernen Design wird die Solarstation zum Anziehungspunkt für Besucher. Von hier aus sollen Ausflügler mit geliehenen eBikes Touren in die Umgebung starten können. Von den universitären Partnern werden im Rahmen des Projekts ein Reichweitenmonitor entwickelt, ein Geschäftsmodellwettbewerb durchgeführt und die Nutzerbedürfnisse untersucht.

  Harald Krüger (rechts), Mitglied des Vorstands der BMW AG, Produktion, und der Bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil (links) beim Laden eines BMW i3 an einer der neuen DC-Schnellladesäulen an der BMW Welt  Foto: BMW AG
Harald Krüger (rechts), Mitglied des Vorstands der BMW AG, Produktion, und der Bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil (links) beim Laden eines BMW i3 an einer der neuen DC-Schnellladesäulen an der BMW Welt Foto: BMW AG

Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil sieht in der Elektromobilität nicht nur eine faszinierende technische und wirtschaftliche Herausforderung.

Er betont auch den interdisziplinären Charakter:

„Nur wenn alle an einem Strang ziehen, wird uns die Einführung dieser Zukunftstechnologie gelingen. Insofern hat dieses Projekt für mich Vorbildcharakter: Jeder der acht Partner beleuchtet einen bestimmten Aspekt und leistet damit einen wichtigen Beitrag, um die Elektromobilität als Ganzes voranzubringen.“

 

 

Bei der BMW Group werden derzeit letzte Vorbereitungen für die Markteinführung des rein elektrischen BMW i3 getroffen.

„Damit Elektromobilität ein Erfolg wird, müssen wir potenziellen Nutzern die Sorge nehmen, dass die im Vergleich zum Verbrenner geringere Reichweite sie in ihrer Mobilität einschränken könnte“, weiß Harald Krüger, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Produktion. Kürzere Ladezeiten hält er deshalb für elementar für die breite Akzeptanz von Elektrofahrzeugen: „Dank der Schnellladetechnologie können wir den Aktionsradius mit Elektrofahrzeugen vergrößern und unseren Kunden die nötige Flexibilität für spontane Unternehmungen bieten.“ Zusätzlich können Schnellladestationen eine interessante Lademöglichkeit für Kunden ohne eigenen Heimladeplatz darstellen.  

 

Auch die Wirtschaftlichkeit der Ladesäulen steht im Mittelpunkt des Projekts. „Es ist nicht ausreichend, dass Schnellladen nur technisch möglich wird. Die dazu benötigten Ladestationen müssen auf langfristige Sicht auch wirtschaftlich betrieben werden können, um die Technologie in die Breite zu tragen“, sagt Prof. Dr. Ulrike Stopka, Professorin für Kommunikationswirtschaft an der TU Dresden. Im Rahmen des bundesweiten Businessplanwettbewerbs E-future sucht die TU Dresden deshalb nach klugen Köpfen mit innovativen Geschäftsideen und Konzepten, die den höchsten Kundennutzen und den größten Mehrwert für den Betreiber der Ladeinfrastruktur versprechen. Die zehn besten Teams der Vorauswahl kämpfen heute in Berlin um den Einzug ins Finale. Der Sieger wird am 28. November 2013 im BMW Werk Leipzig ermittelt.

 

 

ABB wird in diesem Projekt erstmals ihre DC-Schnellladestationen einsetzen, die auf dem neuen IEC Standard 61851-23 / Combined Charging System (CCS) basieren.

Till Schreiter, Leiter der Division Industrieautomation und Antriebe, verspricht sich wertvolle Informationen über das Nutzerverhalten: „Wir können unsere neu entwickelten DC-Schnellladestationen an einer zentralen Stelle im Stadtgebiet München in der Praxis testen. Für ABB ist dies ein wichtiger Schritt, um die Schnellladeinfrastruktur in Deutschland weiter voranzubringen und Vertrauen in die neue Technologie aufzubauen.“

 

RWE Effizienz wird als einer der Pioniere im Bereich Ladetechnik die zweite CCS-Schnellladestation am Standort errichten und diese Technologie an das IT-System anbinden.

 

Elektromobilisten authentifizieren sich dann automatisch. So wird das Laden für die Kunden einfach und komfortabel. „Wir freuen uns, unser Know-How einzubringen und die CCS-Ladestation in München ‚smart‘ zu machen. Die Anbindung von Ladeinfrastruktur an Backend-Systeme garantiert einerseits maximalen Komfort für den Kunden und ist andererseits eine Grundlage für netzverträgliches Laden und die Einbindung von Ökostrom“, sagt Torsten Günter, Leiter RWE eMobility Operations bei RWE Effizienz.