Das Elektroauto der Zukunft ist nicht nur leicht und leistungsstark, sondern auch bezahlbar“

InEco
InEco Projekt Bild: Poschwatta Automotive Design (www.nilsposchwatta.de)

Wissenschaftler im Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der Technischen Universität Dresden haben gemeinsam mit der ThyssenKrupp AG, der Leichtbau-Zentrum Sachsen GmbH (LZS) und weiteren Projektpartnern ein generisches Leichtbau-Elektrofahrzeug konzipiert. Das Forschungsfahrzeug InEco wiegt unter 900 Kilogramm, fährt voll elektrisch und ist besonders für Pendler und Kurzstreckenfahrer geeignet. InEco steht für „Innovation – Electromobility – Composite“.

Im InEco-Team verfolgen die Dresdner Wissenschaftler einen neuen Forschungsansatz. Auf der Suche nach Gewichtsreduzierung im Fahrzeugbau betrachten die Forscher nicht nur einzelne Fahrzeugkomponenten, sondern das gesamte Fahrzeug. Durch diesen ganzheitlichen Untersuchungsansatz konnte eine integrierende Stahl-CFK-Hybridbauweise entwickelt werden, die nicht nur Gewicht sondern auch Kosten spart.

 

„Das Elektroauto der Zukunft ist nicht nur leicht und leistungsstark, sondern auch bezahlbar“
erklärt Jens Werner, Projektleiter des InEco-Teams. „Wir haben beispielsweise die Fahrzeugbodenstruktur hoch integrativ entwickelt. Viele Funktionen, wie das Antriebssystem oder das Batteriecontainment sind in der Bodenstruktur eingebettet.“ 

So können Gewicht und, durch die Reduzierung von Herstellungsprozessen, zusätzlich Kosten gespart werden. Ultraleichtbau hat bei allen Fahrzeugkomponenten und -systemen des InEco oberste Priorität. Durch die Verwendung von Hochleistungswerkstoffen wie kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK), Hochleistungsstählen und Leichtmetallen in Mischbauweise werden optimale Ergebnisse erreicht. Institutsdirektor Professor Hufenbach: „Wir setzen das richtige Material an der richtigen Stelle zum richtigen Preis und bei richtiger Ökologie ein. Die hohe Verformbarkeit von Stählen, kombiniert mit dem hohen Energieaufnahmevermögen von CFK bringt extrem leichte und crashsichere Bauteillösungen.“ Die Forscher setzen in der Anwendung verstärkt auf eine Stahl-CFK-Mischbauweise. Auf der 64. Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt am Main werden die aktuellen Forschungsergebnisse vom 15. bis 25. September 2011 (Halle 4.0 / Stand D24) präsentiert. Speziell für die IAA haben die Wissenschaftler erstmals ein Designmodell des InEco gebaut, das im Verhältnis 1:4 dem Messebesucher eine Vorstellung von dem neuartigen Elektroauto
vermittelt.