Elektroauto mia Verkauf startet

Elektroauto mia
Elektroauto mia

Der Countdown für das neue Elektroauto mia läuft: Acht Monate vor Anlauf der Serienproduktion im Juni 2011 startet nun der Verkauf des emissionsfreien Citymobils. Damit gehört der unkonventionelle Stadtflitzer zu den ersten völlig neu entwickelten und rein elektrisch betriebenen Serienmodellen, die auf dem Markt sind.

Der Vertrieb richtet sich zunächst an Betreiber einer öffentlichen und privaten Elektro-Flotte.

Der Einzelverkauf an Privatkunden beginnt 2012.

Produziert wird die mia im französischen Cerizay, wo das deutsche Unternehmen mia electric die Elektroautosparte des renommierten Fahrzeugherstellers Heuliez übernommen hat. Entwickelt wurde der 2,87 Meter lange Dreisitzer maßgeblich vom ehemaligen Volkswagen-Chefdesigner Murat Günak. Zum innovativen Konzept gehören ein zentraler Fahrersitz, Schiebetüren auf beiden Seiten und ein für diese Fahrzeuglänge extrem großer Innenraum. Angeboten wird die mia auch in zwei 3,19 Meter langen Varianten: als Viersitzer mia L (mit drei Rücksitzen) oder als mia Kastenwagen. Die Transporter-Version ist vor allem für Gewerbekunden interessant: Sie bietet einen 1.500 Liter fassenden Laderaum und kann bis zu 360 Kilogramm zuladen.

Das neue Elektromobil ist – nicht zuletzt dank des modernen Leichtbau-Konzepts – sparsam im Stromverbrauch. Schon mit der Standardbatterie (8 kWh) hat die mia eine Reichweite von bis zu 100 Kilometer, und in nur 2,5 Stunden lässt sich die Batterie an einer normalen Haushaltssteckdose wieder vollständig aufladen. Auch Kurzladungen sind problemlos möglich, so reichen zehn Minuten Ladezeit für rund acht Kilometer Fahrstrecke. Die Stromkosten liegen bei etwa 1,50 Euro pro 100 Kilometer, der Preis für die Basisversion des Dreisitzers beträgt 19.500 Euro. Von den Gesamtkosten her ist die mia damit eine günstige Alternative zu konventionell angetrieben Fahrzeugen dieses Segments.
 
Die mia produziert keinerlei Abgase. Damit auch der Ladestrom völlig emissionsfrei erzeugt werden kann, verfolgt mia electric eine nachhaltige Vertriebsstrategie: Für jedes verkaufte mia-Modell lässt das Unternehmen in Windparks oder Solaranlagen neue Stromerzeugungs-Kapazitäten schaffen, die dem durchschnittlichen Jahres¬strombedarf des Elektroautos entsprechen. „Jeder mia-Käufer soll sicher sein, dass die beim Fahren verbrauchte Strommenge zusätzlich und emissionsfrei erzeugt wird“, sagt Dr. Roman Dudenhausen, Geschäftsführer von mia electric. Das neue Citymobil wird in hohen Stückzahlen hergestellt: Das mia-Werk in Cerizay ist auf eine Jahreskapazität von mindestens 10.000 Einheiten ausgelegt. Für 2011 hat sich mia electric die Auslieferung von 5000 Fahrzeugen in Deutschland und Frankreich zum Ziel gesetzt (ab Produktionsstart im Juni). Zum Vergleich: Von Januar bis August 2010 wurden in Deutschland insgesamt 267 Elektrofahrzeuge neu zugelassen (Quelle: KBA). Der Service für die mia wird durch eine deutschlandweit agierende Fahrzeugservicekette sichergestellt.


„Wir haben mit einem weißen Blatt Papier angefangen und uns immer wieder die gleichen Fragen gestellt: Was braucht ein Kunde wirklich, um in der Stadt mobil zu sein? Und was macht ihm Freude?“, schildert Murat Günak, Ex-Chefdesigner von Peugeot und dem Volkswagen-Konzern, die Anfänge des 2007 gestarteten Elektroauto-Projekts mia. Die Antwort lautet: ein kompaktes und übersichtliches, zugleich aber geräumiges und praktisches Auto, dass sich emissionsfrei, leise und zügig bewegen lässt. Mit diesem Konzept setzt die mia auf sympathische Weise ein Zeichen für eine neue, zeitgemäße Form der Citymobilität.

Ein auffälliges Merkmal ist der zentrale Fahrersitz. Diese Sitzanordnung bietet dem Fahrer im Stadtverkehr einen perfekten Überblick – und den Fondpassagieren eine außergewöhnlich große Beinfreiheit. Sie profitieren zudem von den beidseitigen Schiebetüren, die zusammen mit den Ausschnitten in Dach und Boden den Zugang zu allen Sitzen äußerst bequem machen. Die mia ist 2,87 Meter (Dreisitzer) oder 3,19 Meter (mia L, mia Kastenwagen) lang, 1,55 Meter hoch, 1,64 Meter breit und wiegt mit der Standardbatterie 825 Kilogramm (Kastenwagen 835 kg). Der 18 kW starke Motor ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 110 Stundenkilometer. Die mia ist mit einer Lithium-Eisenphosphat-Batterie ausgerüstet, ein Akku-System, das technisch ausgereift und besonders sicher ist. Neben der Standardbatterie (8 kWh, Reichweite bis zu 100 km, Ladezeit ca, 2,5 Stunden) ist auch eine größere Batterievariante (12 kWh) verfügbar. Fahrerairbag und ABS-Bremssystem gehören zur Standardausstattung.



Der Autohersteller mia electric produziert die mia in Cerizay, wo das Unternehmen die Elektroautosparte des renommierten französischen Fahrzeugherstellers Heuliez übernommen hat. Heuliez begann schon 1984 mit der Konzeption und Fertigung von Elektrofahrzeugen und entwickelte sich in der Folge zum weltweit führenden Hersteller von Autos mit reinem Elektroantrieb. Fast 6500 Elektroautos wurden in Cerizay bis heute gebaut, darunter Citroën AX Electric, Peugeot 106 Electric und Citroën Saxo Electric. Im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise geriet das traditions¬reiche Unternehmen in eine wirtschaftliche Schieflage und musste Insolvenz anmelden. Die Elektro-Sparte des Fahrzeugherstellers wurde daraufhin im Juli 2010 von dem neu gegründeten Unternehmen mia electric übernommen. Zurzeit sind in Cerizay 150 Mitarbeiter beschäftigt. Bis zum Produktionsstart der mia im Juni 2011 wird die Belegschaft auf rund 240 Mitarbeiter wachsen.

Muttergesellschaft des neuen französischen Elektroautoherstellers ist die deutsche mia electric GmbH, die für die strategische Ausrichtung und die Vermarktung der mia zuständig ist. Hinter dem Unternehmen stehen als Gesellschafter der saarländische Pharmaunternehmer Prof. Edwin Kohl und die Essener Energieexperten Conenergy AG. Eine Minderheitsbeteiligung an der französischen Produktions¬gesellschaft mia electric hält die Region Poitou-Charentes.

Informationen zum neuen Elektroauto mia sowie zum Unternehmen mia electric finden Sie unter www.mia-electric.com

 

PM 06.10.2010

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