Tankstelle der Zukunft in Kiel

v.l.n.r.: Dr. Marcus Groll, Leiter Kooperation Automobilindustrie bei der RWE Effizienz GmbH, Florian Wunsch - Section Manager Nissan International SA, Caroline Sambale - Referentin Unternehmenskommun
v.l.n.r.: Dr. Marcus Groll, Leiter Kooperation Automobilindustrie bei der RWE Effizienz GmbH, Florian Wunsch - Section Manager Nissan International SA, Caroline Sambale - Referentin Unternehmenskommunikation Renault Deutschland GmbH

RWE und Renault präsentieren in Kiel die „Tankstelle der Zukunft“. Dort fließt aber weder Super noch Diesel, sondern ausschließlich Strom aus Erneuerbaren Energien. Im Rahmen der Autostrom Roadshow 2010, die als Sonderschau auf der Kieler Woche gastiert, stellt RWE die intelligente Ladesäule für das „Betanken“ von Elektroautos vor und lädt bis zum 27. Juni zu Testfahrten mit vollelektrischen Fahrzeugen wie dem Sportwagen Tesla Roadster ein.

 

Renault stellt den rein elektrisch betriebenen Prototypen Kangoo Rapid Z.E. für Testfahrten zur Verfügung. „Aufladen, wenn der Wind weht, muss unser gemeinsames Ziel sein. Das ist gerade hier im Norden
sehr gut möglich. Die nicht vermeidbaren Netzschwankungen der Erneuerbaren langfristig mit Elektroautos „glätten“ zu können, ist für uns eine faszinierende Zukunftsperspektive", sagte Dr. Marcus Groll, Leiter Kooperationen Automobilindustrie bei der RWE Effizienz GmbH, anlässlich der Pressekonferenz in Kiel. „Wir garantieren, dass der Strom für Elektromobilität zu 100 Prozent aus regenerativen Energien erzeugt wird. Und das lassen wir uns vom TÜV Süd auch zertifizieren“.


„Mit der Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien wird unser Bestreben „Zero Emission“ Wirklichkeit, und die zahlreichen Windparks hier in Norddeutschland tragen ihren Teil dazu bei.
Unseren rein elektrisch betriebenen Prototypen Renault Kangoo Rapid Z.E. können die Besucher der Kieler Woche bereits heute in Kiel testfahren und die Mobilität von morgen auf Herz und Nieren
prüfen“, sagte Achim Schaible, Vorstandsvorsitzender der Renault Deutschland AG.

Seit Herbst 2009 arbeitet RWE aktiv daran, eine Infrastruktur mit Ladestationen in vielen deutschen Großstädten aufzubauen. Insgesamt wurden bisher 335 Ladepunkte installiert – Tendenz steigend. In
Kiel beispielsweise können Besitzer ihre Elektrofahrzeuge auf dem ADAC Gelände (Saarbrückener Straße 54) aufladen – bis Ende 2011 sogar kostenlos.

Auf der knapp 100 km langen Strecke zwischen Hamburg und Kiel wurden weitere Ladesäulen in Betrieb genommen. Gemessen an den Reichweiten von Elektroautos kann diese Distanz bereits
heute problemlos bewältigt werden. So stehen an der ADAC-Niederlassung in Neumünster (Wasbeker Straße 306) ebenfalls zwei Ladepunkte zur freien Nutzung bereit. In Hamburg wurden
allein im letzten Jahr sechs Ladepunkte installiert. Weitere sechs befinden sich derzeit im Aufbau. Gemeinsam mit Industriepartnern und Stadtwerken wird, parallel zur serienmäßigen Einführung von
Elektroautos im Jahr 2011, die Infrastruktur sukzessive ausgeweitet. RWE-Experten gehen davon aus, dass schon 2020 bis zu 2,5 Millionen Elektroautos auf Deutschlands Straßen fahren werden.
Wichtig ist, dass keine Insellösungen entstehen, die einer schnellen Entwicklung der Elektromobilität schaden. Notwendig sind vernetzte Lade- und Mobilitätskonzepte. Daher sind die von RWE
entwickelten Ladestationen Roaming-fähig. Das heißt, sie können mit anderen Systemen „kommunizieren“, vergleichbar mit dem Mobilfunk.

 

Das RWE-Ziel ist es, elektrisches Laden so einfach

wie Parken und die Abrechnung so einfach wie beim Mobiltelefon zu machen. Elektromobilität ist eine grenzüberschreitende  Herausforderung.RWE und Renault arbeiten bereits seit 2009 gemeinsam daran, die notwendigen technischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen zu schaffen, um Elektromobilität wettbewerbsfähig zu machen. Die anlässlich der Autostrom Roadshow in Kiel verkündete neue Kooperation mit Nissan reiht sich für RWE nahtlos in diese Zielrichtung ein.