Elektromobilität in Friedrichshafen

Elektrofahrspass erleben, noch bis Sonntag in Friedrichshafen.

„Elektromobilität ist vielfältig, wird aber auch immer realer“. Mit diesem Statement hat Uwe P. Deller, Leiter Technologiekommunikation bei der Adam Opel GmbH, im Rahmen des Branchengesprächs der Expo für nachhaltige Mobilität die Vielfalt auf dem Feld der Elektroauto-Entwicklung beschrieben.

 

Die Expo „the electric avenue“ ist auf dem Gelände der Messe Friedrichshafen gemeinsam mit der KLASSIKWELT BODENSEE noch bis Sonntag, 6. Juni 2010, geöffnet.

 

Uwe P. Deller wartete beim Branchengespräch mit einer Überraschung auf:

So hatte am Mittwoch zum ersten Mal das Opel-Brennstoffzellenfahrzeug HydroGen4 eine völlig emissionsfreie Umrundung des Bodensees absolviert. Diese historische Fahrt werde zudem am Freitag noch einmal wiederholt. Mit dieser symbolischen Fahrt, so betonte Uwe P. Deller, wolle man der Bevölkerung bewusst machen, was heute schon alles im Bereich Elektrofahrzeuge möglich sei.
Im Rahmen der Expo „the electric avenue“ stellt Opel auch zwei Elektroautos aus: Den seriennahen Opel Ampera sowie den Flextream Concept GTE. Damit, so Uwe P. Deller, stelle das Unternehmen seine hohe Leistungsfähigkeit im Bereich elektrischer Mobilität unter Beweis. Da etwa 82 Prozent der Bevölkerung weniger als 60 Kilometer pro Tag fährt, hätten Elektrofahrzeuge ihre absolute Berechtigung. Zudem wolle Opel bis Ende 2011 sein erstes rein elektrisch angetriebenes Auto auf den Markt bringen.

 
Frank M. Rinderknecht, Gründer und CEO der schweizerischen Rinspeed AG, beschrieb seine eigene Entwicklung zur nachhaltigen Mobilität als eine „vom Saulus zum Paulus“. Früher habe sein Unternehmen mit dem Tuning PS-starker Boliden Geld verdient, mittlerweile ist das Unternehmen mit eigenen Konzepten und Fahrzeugen für elektrische Mobilität am Markt aktiv.

 

Rinderknecht setzt dabei auf „kombinierte Mobilität“. Das von ihm entwickelte Konzept sieht deshalb auch vor, Elektroautos etwa auf längeren Strecken mit der Bahn zu transportieren. „Werden wir zuerst ersticken, oder werden wir einfach nicht mehr funktionieren, weil uns die fossilen Energieträger ausgehen?“ Mit dieser provokanten Frage wies Rinderknecht auf die drängende Notwendigkeit der Entwicklung emmissionsfreier Fahrzeuge hin.

 

Für Craig Davis, Marketingchef des Elektrofahrzeugherstellers Tesla Motos, sind hingegen Elektroautos keine Zukunftsmusik mehr, sondern bereits zu kaufende Realität. Sein Unternehmen, das den zweisitzigen Elektro-Sportwagen Tesla herstellt, eröffnet bald den vierten Verkaufsstützpunkt in Europa. Die Herausforderung, so Craig Davis, sei elektrisch und emmissionsfrei zu fahren. Die Technologie hierfür wäre bereits vorhanden, dazu gehöre aber auch ein Umdenken in den Köpfen der Bevölkerung. Er betonte zudem: „Hybridfahrzeuge sind nicht emmissionfrei und deswegen eine Übergangslösung.“


Dieter Volkert ist als Generalimporteur für Electronic Vehicle Technology bereits seit mehr als zwölf Jahren mit Elektroautos und Zweirädern der verschiedensten Art unterwegs. Vor allem im Zweiradbereich hätte sich der Elektroantrieb bestens bewährt, meint Dieter Volkert, mögliche Kinderkrankheiten seien längst überwunden.

Ganz wichtig für die Akzeptanz des Elektroautos sei es aber auch, dass der Umstieg Spaß mache: Die „the electric avenue-expo“ sei deshalb optimal dafür geeignet, die Faszination von Elektromobilität einmal selbst auszuprobieren. Messechef Klaus Wellmann ist ebenfalls von der Attraktivität der neuen Fahrzeuge überzeugt: „Die Beschleunigungswerte sind sensationell“, so sein begeisterter Eindruck von einer rasanten Elektro-Probefahrt.

Weitere Informationen im Internet unter www.tea-expo.de.

 

Quelle: PM Messe FN

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