Deutschlandpremiere des EDAG "Light Car - Open Source"

EDAG "Light Car - Open Source"
EDAG "Light Car - Open Source" IAA Frankfurt 2009
EDAG "Light Car - Open Source"
EDAG "Light Car - Open Source"

Zusammen mit den Open Source Partnern feiert die EDAG Gruppe auf der 63. Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) in Frankfurt die Deutschlandpremiere des EDAG "Light Car - Open Source" und präsentiert die ersten weiteren Entwicklungsschritte der Zusammenarbeit mit den Open Source - Partnern.

 

Auf der diesjährigen IAA in Frankfurt (Halle 4.0) präsentiert die EDAG Gruppe im Rahmen der Deutschland-
premiere des Light Car zusammen mit den Open Source - Partnern die Weiterentwicklung des EDAG Light Car und gibt einen Ausblick auf die geplante Realisierung eines Versuchsträgers zum Genfer Salon 2010.

 

Entwicklungsschritte des
EDAG Light Car:

Das Konzept "Open Source"

Leichtbau, Elektroantrieb, Rolling Chassis und nicht zuletzt das neuartige Lichtkonzept bergen viel Potential für ein neuartiges Automobilkonzept. Viele der heute gezeigten Technologien befinden sich noch im frühen Stadium der Entwicklung. Daher hatte EDAG das Light Car als Open Source Projekt ausgelegt und sprach andere Unternehmen an, um gemeinsam das Light Car weiterzuentwickeln. EDAG definierte den Adressatenkreis bewusst weit, um neue Denkansätze in das Auto der Zukunft mit einfließen zu lassen. Mit der EDAG Kompetenz für Fahrzeug- und Produktionsanlagenentwicklung sowie der Integration von System-lieferanten bei komplexen Gesamtentwicklungsprojekten übernahm das Fuldaer Unternehmen erfolgreich die Führungsrolle bei der Weiterentwicklung des Open Source Projekts.

Das Leichtbaukonzept

Das "Light Car - Open Source" von EDAG setzt bei der Materialwahl auf innovative Lösungen. Zusammen mit mehreren Open Source - Partnern werden auf der IAA 2009 neben der Basaltfaser der Fa. ASA.Tec weitere völlig neue Technologien und innovative Materialen zukünftig im Light Car zum Einsatz kommen, die alle das Ziel der Gewichts- und Materialeinsparung weiter forcieren sollen.

Dünnwand-Stahlguss

Die CX-Gruppe in Verbindung mit der Fa. Zollern wird ein neues "Dünnwand-Stahlguss"-Verfahren zeigen, welches den Einsatz eines extrem dünnwandigen Stahl ermöglicht. Das Material weist zudem eine hohe Steifigkeit bei geringerem Verformen als Aluminium auf.

Partiell gehärteter Stahl

Bauteile aus partiell gehärtetem Stahl, die eine sehr hohe Festigkeit und gleichzeitig hohe Umformbarkeit aufweisen, werden für einen Einsatz in Unterboden, Schweller und Vorderwagen von Fa. Linde+Wiemann präsentiert und sollen in der nächsten Ausbaustufe des Light Car zum Einsatz kommen.

Aluminium- und Magnesiumbauteile

Die Fa. Honsel zeigt als Spezialist für Leichtbaukonzepte ihre Verarbeitungstechnologien des Gießens, Strangpressens und Walzens von Aluminium- und Magnesiumbauteilen.

RIVTAC® - Verfahren

Die Fa. Böllhoff zeigt erstmals ein komplett neu entwickeltes Fügeverfahren. Es ermöglicht das Fügen und das Produzieren einer geschlossenen Verbindung hochfester Mischwerkstoffe. Verbindungen aus Aluminium, Stahl und Kunststoff sowie Misch-, Mehrlagen-, und Hybridverbindungen können erstmals mit hoher Geschwindigkeit verfügt und geschlossen verbunden werden.

Das Antriebskonzept

 

Das Antriebskonzept des  "Light Car" lässt erst gar keine Abgase entstehen, denn es setzt auf einen reinrassig - monovalenten Elektroantrieb: Die Antriebsaggregate kommen von der Fa. Protean

Electric Ltd. mit Sitz in Alton/England. Zwei Radnabenmotoren in den Hinterrädern sorgen in Verbindung mit einer kraftvollen, ins Chassis integrierten Lithium-Ionen Batterie der Fa. GAIA Akkumulatorenwerke GmbH zukünftig für den Vortrieb. Die EDAG Gruppe betreibt das Engineering des Batteriepackages inklusive der Fertigungsoptimierung, um in Zukunft eine maximale Systemleistung von 152 PS/750upm mit einer Höchstgeschwindigkeit von 140km/h sowie einer maximalen Reichweite von 150km anzustreben. Mit dem Einsatz eines Direktantrieb RWD (rear-Wheel-Drive) und einer lenkbaren Hinterachse ist zusätzlich die weitere Basis für ein leichtes und extrem wendiges Light Car gegeben.

Das Lichtkonzept

 

In den Glasscheiben zeichnen (O)LED Leuchtkörper die Konturen der Front- und Heckscheinwerfer. Wie bei der Einrichtung eines Multimediagerätes ist beim "Light Car" so eine Individualisierung bei der Scheinwerfergestaltung gegeben. Mit Hilfe der (O)LED Technik ist die Nutzung einer transparenten Heckklappe als Projektionsfläche möglich und eine simple aber effektive Car-to-Car Kommunikation für alle Autofahrer anwendbar. So wird beispielsweise die Bremsintensität über eine aufleuchtende Skala auf dem Heck dem darauffolgenden Fahrzeug übermittelt. Weitere Informationen wie ein nahendes Stauende oder eine Ab-standsanzeige werden optisch gut sichtbar auf dem Heck angezeigt, ohne dass das folgende Fahrzeug über ein bordeigenes Car-to-Car Communication System verfügen muss.

Das Innenraumkonzept

 

Mit dem "Powerdock" legt EDAG auf der IAA ein zukunftsweisendes Konzept vor, um dem Kunden auch bei der Ausstattung die größtmögliche Individualität bei der Ausstattung seines Fahrzeug-
innenraums zu verschaffen. Ähnlich wie bei heutigen PCs lassen sich über verschiedene Schnittstellen je nach Bedarf eigene Komponenten "anbauen" und permanent erweitern. Somit ist der Weg frei für "Komponenten Plug-ins": So sind je nach persönlichem Geschmack und Anforderungen das einfache Nachrüsten von zusätzlichen Lautsprechern, I-Pod-Docking Stations, einem externen Navigationsgerät bis hin zum Flaschenwärmer für den Säugling möglich. Über die "Powerdocks" werden die gewünschten Komponenten mechanisch mit dem Fahrzeug verbunden und zwar an der Position, die der Kunde bevorzugt. Die Stromversorgung wird über die "Powerdocks" ebenso wie die Integration in das bordeigene System (Power & Control) gewährleistet. Das Konzept der "Powerdocks" eröffnet auch die Chance des Cross-Brandings, um über Drittanbieter neue Geschäftsfelder für den After-Sales Markt zu generieren.

Gemeinsam mit den weiteren Open Source Partnern TESTA MOTARI (Lieferant für innovative Lichttechnik) und Proof Design (Spezialist für "Composite Solar Module") wird die EDAG Gruppe alle gezeigten Konzepte in einem Versuchsträger des EDAG Light Cars integrieren und auf dem kommenden Automobilsalon in Genf im Frühjahr 2010 präsentieren.

 

Quelle: PM EDAG

 

 

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