Di

23

Okt

2012

Größtes Ladestationsnetz in Europa

RWE Ladestation in Dortmund Foto: Peter Schreiber / autostromer.de

RWE wird in dieser Woche in Dortmund den 2.000. intelligenten Ladepunkt für Elektrofahrzeuge ans Netz anschließen. Damit setzt das Unternehmen sein Engagement für die Elektromobilität fort. RWE hat bereits vor vier Jahren mit dem Aufbau einer nutzerfreundlichen öffentlichen Ladeinfrastruktur für Elektroautos begonnen und zählt damit zu den Pionieren in diesem jungen Markt. Seit Jahresbeginn hat RWE 250 Ladepunkte in Deutschland ans Netz angeschlossen, europaweit sogar 470. Die Städte mit den meisten Ladepunkten im RWE-Netz sind Berlin (260), Amsterdam (155), Dortmund (78) und Essen (77).Mehr als 6.000 Ladevorgänge finden derzeit europaweit im RWE Ladestationsnetz monatlich statt.

 

Damit wird fast viermal so oft geladen wie noch vor einem Jahr.

 

 

Elektroauto beim Laden an der Ladesäule von RWE in Dortmund Foto: Peter Schreiber / autostromer.de

Allein in Deutschland können Elektromobilisten in über 250 Städten am RWE-Netz öffentlich „auftanken“.

 

Laut der zweiten Erhebung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zu öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur in Deutschland vom August 2012 betreibt RWE 37 Prozent der öffentlichen Lademöglichkeiten im Bundesgebiet. Betrachtet man den Anteil der Ladepunkte in Deutschland, die für schnelles Stromladen mit einer hohen Anschlussleistung bis 22 kW aufgebaut wurden, betreibt RWE laut BDEW-Erhebung sogar knapp zwei Drittel aller Ladepunkte. Die RWE Ladeinfrastruktur ist auf die Anforderungen des netzschonenden Ladens ausgelegt. 2.000 intelligente Ladepunkte bieten bei einer Vollauslastung der Anschlussleistung durch die Elektrofahrzeuge eine abruf- und steuerbare Leistung von über 40 MW. Dies entspricht der Leistung von 20 Onshore-Windkraftanlagen.

 

RWE betreibt 2.000 Ladepunkte in 17 europäischen Ländern.

1.525 Punkte sind europaweit öffentlich zugänglich, 475 auf Privat- und Betriebsgeländen. Dabei verfügt eine RWE eStation smart über 2 Ladepunkte. 1.150 öffentliche Ladepunkte betreiben RWE Konzernunternehmen auf eigene Rechnung oder im Rahmen von Förderprojekten, 375 werden für RWE-eRoaming Partner betrieben, 

wie beispielsweise über 40 Stadtwerke und Energieversorger in Deutschland. Diese Ladepunkte wurden an der Straße, in Parkhäusern oder auf dem Gelände von Firmen mit Publikumsverkehr installiert.

 

An allen öffentlichen Ladepunkten von RWE und RWE eRoaming-Partnern wird 100 Prozent Ökostrom geladen. Dieser Strommix besteht aktuell zu 68 Prozent aus erneuerbaren Energien gefördert nach EEG (zum Beispiel Windkraft) und zu 32 Prozent aus sonstigen erneuerbaren Energien wie Wasserkraft. Bezahlen kann der Kunde die Ladevorgänge mit dem Autostromvertrag RWE ePower basic oder per Mobiltelefon und SMS ohne Vertragsbindung.

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Mo

13

Feb

2012

Lade- und Flottenmanagementsystem für die Stadt Dortmund

Die Stadt Dortmund wird zur „metropol-E“.

Das gleichnamige Elektromobilitätsprojekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) in den nächsten zwei Jahren gefördert. Kommunale Mobilitätskonzepte werden elektrifiziert und in Verbindung mit intelligentem und schnellem Laden räumlich konzentriert in der Metropolregion Ruhr getestet. Dabei wird die Nutzung einer kommunalen Flotte der Stadt Dortmund von E-Autos sowie Pedelecs mit einer Vielzahl von innovativen Elektromobilitätsanwendungen verknüpft. Anwendungsbeispiele sind innovative Schnellladetechniken sowie nutzerfreundliche Buchungsmethoden für rein elektrische Poolfahrzeuge der Stadt. All dies geschieht vor dem Hintergrund der intelligenten Einbindung erneuerbarer Energien. Zum CO2-freien Aufladen der Fahrzeugflotte sollen erstmalig intelligente Photovoltaikanlagen sowie Mikrowindturbinen den benötigten, regenerativen Strom dezentral erzeugen.

 

Ein Konsortium bestehend aus der Stadt Dortmund, den Technischen Universitäten Dortmund und Berlin sowie den Verkehrsexperten der PTV AG und den IT-Projektkoordinatoren Ewald Consulting GmbH & Co. KG sowie der RWE Effizienz GmbH als Konsortialführerin hat im Dezember 2011 den Zuschlag des BMVBS erhalten. Die Programmkoordination wird dabei durch die NOW GmbH Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie verantwortet.

„Mit dem E-Mobility-Projekt „metropol-E“ streben wir für Dortmund an, dass unsere Erfahrungen mit elektromobilen Dienstfahrzeugen Schule machen und dabei eine zukunftsweisende, klimafreundliche Mobilität in deutschen Kommunen vorantreiben werden“, bekräftigt Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau. „Auf die Verknüpfung der guten, bestehenden Möglichkeiten des ÖPNV mit unseren E-Autos“, so Sierau, „werden wir ein besonderes Augenmerk legen.“ Bereits im letzten Jahr hatte die Stadt Dortmund das Projekt „Dortmund elektrisiert“ gemeinsam mit RWE aufgesetzt, „metropol-E“ führt dies konsequent weiter. Vorhandene Infrastruktur für Elektromobilität in der Metropolregion Ruhr soll in die Konzepte des Förderprojektes eingebunden werden. Aktuell betreibt RWE Effizienz gemeinsam mit Partnern in Dortmund 72 intelligente Ladepunkte. Gleichfalls wird das Projekt für elektromobilen Pendlerverkehr eine Verknüpfung zur „Innovation City Bottrop“ herstellen, da RWE seinen Mitarbeitern eine kleine E-Auto-Flotte zur Verfügung stellt.

 

Wo steht das gewünschte Poolfahrzeug? Wie ist sein Ladestand? Oder: Wo befindet sich die nächstgelegene Lademöglichkeit? Diese Fragen lassen sich für das Flottenmangement der Stadt Dortmund mit Hilfe neuartiger Kommunikationskonzepte lösen. „Wir werden Dienste entwickeln, die fahrzeugspezifische Informationen über die Flotte sammeln und diese in das Buchungs- und Reservierungssystem von Fahrzeugen integrieren. Durch diese Vernetzung lässt sich das Mobilitätskonzept und die Energieeffizienz der kommunalen Flotte optimieren“, so Professor Christian Wietfeld vom Lehrstuhl für Kommunikationsnetze an der Technischen Universität Dortmund.

 

Ingo Alphéus, Vorsitzender der Geschäftsführung der RWE Effizienz GmbH ergänzt: „Das Projekt startet zum richtigen Zeitpunkt. Jetzt kommen erstmals elektrische Serienfahrzeuge auf deutsche Straßen. Die Ladetechnik ist marktreif und Dortmund ist in Deutschland eines der besten Beispiele dafür. Mit „metropol-E“ gehen wir den nächsten Schritt. Zum Beispiel, wie wir hier erzeugten Ökostrom nicht per Netz irgendwohin abtransportieren, sondern in Dortmund für das Aufladen der Autobatterie nutzen.“

 

Die wissenschaftliche Begleitung des BMBVS-Förderprojektes fokussiert sowohl auf Nutzeranalysen als auch auf die modellhafte Ausrichtung des weiteren Ladeinfrastrukturausbaus an den Mobilitätsanforderungen der Stadt Dortmund sowie auf allgemeine verkehrstechnischen und energiewirtschaftlichen Fragestellungen.

Die PTV AG wird dafür gemeinsam mit der TU Berlin ein „Siedlungsorientiertes Modell für den nachhaltigen, bedarfsgerechten Aufbau und die Förderung der E-Ladeinfrastruktur“ (SIMONE) umsetzen. Dabei werden verkehrliche und demografische Daten sowie die Anforderungen unterschiedlicher Nutzergruppen berücksichtigt, um Ladesäulen bedarfsgerecht zu verorten. Im Rahmen von „metropol-E“ wird das SIMONE-Konzept erstmals auf lokaler Ebene erprobt. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, die Voraussetzungen für eine breitere Anwendung in den Kommunen zu schaffen.

 

Projektleiter Claus Fest, RWE Effizienz GmbH, unterstreicht die gute Zusammenarbeit mit Ministerium und Projektleitstelle: „Wir sehen das Förderprojekt „metropol-E“ bewusst in der Tradition der Modellregion Rhein-Ruhr. Die Prozesse mit der Projektkoordinatorin NOW GmbH und die Abstimmung mit Verkehrsministerium und Projektträger gestalten sich stets sehr gut.“

 

Das BMVBS fördert „metropol-E“ mit einer Summe von 4,5 Mio. Euro für das Forschungsvorhaben. Laut Projektleiter Claus Fest beträgt das gesamte Projektvolumen rund 7,5 Mio. Euro. Das Förderprojekt läuft über einen Zeitraum von zwei Jahren bis Dezember 2013.

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